Eine Ausstellung, Interventionen und ein Hörstück.

Aufmarsch Gustav Baltzerstr Richtung Raffaltplatz © Privatbesitz Murau
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Aufmarsch Gustav Baltzerstr Richtung Raffaltplatz
© Privatbesitz Murau


>KEIN SCHÖNER LAND< im und mit dem Stadt- und Handwerksmuseum Murau zeichnet anhand historischer Dokumente und Zeitzeugengesprächen vergessene und verdrängte Aspekte der NS-Zeit in Murau nach. Die Vertreibung dreier jüdischer Familien, die Deportation der im ›Zigeuner‹-Arbeitslager Triebendorf internierten Sinti und Roma und die Ermordung von ZwangsarbeiterInnen wird durch öffentliche Aktionen, ein Hörstück sowie eine Ausstellung mit Begleitprogramm beleuchtet. »Kollektives Erinnern tritt an die Stelle der Mauer des Schweigens«, so Vonbank. Die Ausstellung ist bis 22. September 2012 geöffnet.

KuratorInnen: Werner Koroschitz und Uli Vonbank-Schedler
Mit: Larissa Aharoni, Wolfram Kastner, Ludwig Laher, Ernst Logar, Robert Schabus
Wo: Stadt- und Handwerksmuseum Murau, Grazer Straße 19, 8850 Murau
Wann: 22. Juni - 22. September 2012, täglich von 10 - 19 Uhr 

Erinnerungszeichen
Larissa Aharoni:
Lager Triebendorf / Sinti u. Roma, Murtalbundesstraße - Ortsbereich Triebendorf
Wolfram Kastner: Jüdische Familien, Anna-Neumann-Straße und Liechtensteinstraße
Ernst Logar: ZwangsarbeiterInnen, Postwurf und Gemeindeämter des Bezirks
Gedenktafel Judmaier © Vonbank-Schedler
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Gedenktafel Judmaier
© Vonbank-Schedler


Judith Reitmann-Fuchs Montevideo 2012 © Robert Schabus
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Judith Reitmann-Fuchs
© Robert Schabus


Bernardo (Bernhard) Reitmann Montevideo 2012 © Robert Schabus
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Bernardo (Bernhard) Reitmann
© Robert Schabus


 
Hörspielpräsentation "Das kannst du vergessen"
Die 45-minütige Hörcollage "Das kannst du vergessen" trägt kurzweilig und spannend unglaubliche Geschichten aus Murau in der NS-Zeit zusammen, die allesamt exakt recherchiert sind. Schauspielerinnen und Schauspieler lesen den Text des österreichischen Autors Ludwig Laher, in den zahlreiche Dokumentenzitate und Aussagen von Zeitzeugen montiert sind. „Der Fokus liegt auf den Opfern, es geht nicht darum, mit dem Zeigefinger auf die Täter zu verweisen, wohl aber auf die Tat, auch auf den riskanten Versuch einzelner, nicht einfach nur wegzuschauen" so Laher. Der Autor Ludwig Laher ist bei der Veranstaltung anwesend.
Wo: Innenhof des Stadt- und Handwerksmuseum Murau, Grazer Straße 19, 8850 Murau (bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung in der Bibliothek des Museum statt)
Wann: 6. Juli 2012, 19 Uhr

Filmvorführung "Murau Montevideo"
In einem von Robert Schabus für die Ausstellung gedrehten Film erinnert sich Bernhard (Bernardo) Reitmann, der als Siebenjähriger mit seinen Eltern Sidonie und Alois aus Murau geflüchtet war, an seine Geburtsstadt, die Flucht und den Neubeginn in Montevideo. Seine Nichte Judith Reitmann-Fuchs erzählt von ihrem Vater und ihren Großeltern die ebenfalls nach Uruguay geflüchtet waren. Die Erinnerungen der Vertriebenen ergänzen filmische Sequenzen aus Murau. Die ZeitzeugInnen werden  voraussichtlich anwesend sein.
Wo: Rathaus Murau, Raffaltplatz 10, 8850 Murau
Wann: 7. September 2012, 19 Uhr

Podiumsdiskussion zum Thema "Erinnern"
Wo:
Rathaus Murau, Raffaltplatz 10, 8850 Murau
Wann: 14. September 2012, 19 Uhr

MIT UNTERSTÜTZUNG VON EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger" (Aktion 4, aktive europäische Erinnerung) / Stadtgemeinde Murau / Gemeinde Laßnitz / Gemeinde Stolzalpe / Gemeinde Triebendorf / Raiffeisenbank Murau / Zukunftsfond der Republik Österreich / CINE ART
IN KOOPERATION MIT Stadt- und Handwerksmuseum Murau / Kunstverein o.r.f.
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